Gänseblümchen-Ganzjährig schön und gesund

Der lateinische Name unseres Gänseblümchens, Bellis perennis, bedeutet soviel wie “ganzjährig schön”, aber es ist noch sehr viel mehr. 2017 war das Gänseblümchen die Heilpflanze des Jahres, und das hat natürlich seinen Grund.

Schon unseren Vorfahren vor 4000 Jahren war das Gänseblümchen als Heil- und Nahrungsmittel bekannt. Im Mittelalter hatte es den Ruf ein Universalheilmittel zu sein. Gänseblümchen enthalten beispielsweise sehr viel mehr Vitamin C als Kopfsalat, und sind reich an Magnesium, Calcium, Eisen, Kalium, und Vitamin A. Seine Bitterstoffe wirken sowohl blutreinigend als auch Stoffwechsel anregend und es stärkt das Immunsystem. Es wirkt entzündungshemmend und blutbildend.

Bereitet man einen Tee aus Gänseblümchen, kann dieser, mit seiner krampfstillenden Wirkung, Linderung bei Husten, Heiserkeit und sogar Asthma bewirken. Viele Engländer trinken täglich ihren Daisy-Tea zur Vorbeugung gegen Arterienverkalkung.

Es eignet sich auch wunderbar zur äußeren Anwendung, denn es wirkt hautreinigend und wundheilend. Schon im alten Rom verwendete man das Bellis perennis als Badezusatz bei schlechtheilenden Wunden. Bei Prellungen und Quetschungen soll übrigens eine Einreibung mit Frischsaft oder einem alkoholischen Auszug helfen. Bei Insektenstichen, einfach eine Blüte zerdrücken und den Saft auf dem Stich verreiben.

Das Gänseblümchen ist unglaublich vielseitig und eignet sich hervorragend als Zugabe sowohl für süße als auch für herzhafte Speisen. Man kann sie einfach zu Salaten, Suppen oder in Kräuterquark geben oder in Desserts mischen und Kuchen damit verzieren.

Die Blüten können ganzjährig gesammelt werden. Am besten ihr sammelt sie an einem schönen Sonnentag, dann stehen sie in voller Blüte und sind besonders aromatisch.

Besonders lecker ist ein Gänseblümchen-Gelee, das wir euch nicht vorenthalten möchten, das sogar ohne herkömmlichen Zucker auskommt.

Für 600 g Gelee braucht ihr…

1-2 Handvoll Gänseblümchen │ 600 ml Apfelsaft │ 1 El Zitronensaft │ eine Packung – 22g – Konfitura aus dem Bioladen (statt Gelierzucker) │ 160 g Birkenzucker (ich habe sogar weniger genommen, da der Saft ja auch schon süß ist; gibt es auch im Bioladen)

1 Zunächst die Blüten mit dem Saft aufkochen, abkühlen lassen und über Nacht in den Kühlschrank stellen

2 Am nächsten Tag alle Zutaten zusammen aufkochen und in sterilisierte Gläser abfüllen, auf den Kopf stellen und abkühlen lassen.

Und jetzt auf einem frischen Brot oder Semmel genießen!

ChriSanThemen

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