Weihrauch gegen Krankheiten

Weihrauch kennen die meisten wahrscheinlich nur durch seinen rituellen Einsatz in Kirchen…Rauchschwaden, die schwer durch das Kirchenschiff wabern und manch einem sogar das Bewusstsein rauben. Doch schon vor über 3000 Jahren wurde Weihrauch im Ayurveda als Heilmittel eingesetzt, beispielsweise als Salbe bei Knochenbrüchen, Gelenkentzündungen, Geschwüren, etc. oder innerlich bei Darmerkrankungen, Entzündungen im Mund oder Hämorrhoiden. Auch bei den alten Ägyptern und den Phöniziern wurde Weihrauch schon für medizinische Zwecke genutzt. So bei der Wundheilung und Atemwegserkrankungen. Auch Hippokrates und, später im Mittelalter, Hildegard von Bingen verwendeten Weihrauch bei verschiedenen Gesundheitsproblemen.

     

Auch heute wird Weihrauch wieder vielfach in der Medizin eingesetzt. Weihrauch, bzw. das Harz des Weihrauchstrauches, enthält ätherische Öle, Gerbstoffe und Boswellia-Säuren. Letztere können Entzündungsreaktionen stoppen, sodass Weihrauch erfolgreich bei Rheuma, Polyarthritis, bei chronischen Darmerkrankungen, wie Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa, bei Asthma, Multiple Sklerose, Alzheimer und bei Schuppenflechte verwendet wird.

Um bei diesen Krankheiten allerdings Erfolge zu erzielen, sollte die Einnahme von Weihrauch nicht in Selbstmedikation erfolgen, denn dafür braucht es hochdosierte Präparate und die kann nur ein versierter Arzt verschreiben.

Die freiverkäuflichen Präparate eignen sich jedoch bestens zur Vorbeugung zahlreicher Beschwerden, wie Gicht, Rheuma oder Arthritis. So kann man sich ein Weihrauch-Massageöl selber machen. Dafür ca. 40 Tropfen Weihrauchöl mit 50 ml Olivenöl o.ä. vermischen und rund um die schmerzenden Gelenke verreiben. Wichtig ist, nicht die Gelenke direkt zu einzureiben sondern wirklich nur drum herum.

     

Auch handelsübliche Kapseln oder Tabletten können vorbeugend eingenommen werden, sie unterstützen und stärken unseren Körper. Weihrauch wirkt sich übrigens auch bei psychischen Störungen, wie Depressionen und Angststörungen aus.

Gerade jetzt wenn es früh dunkel und ungemütlich wird, räuchere ich abends besonders gerne. Weihrauch hat eine reinigende Wirkung, sowohl auf unsere Psyche als auch athmosphärisch. Der Rauch wirkt neutalisierend, keimtötend, zellerneuernd und stressabbauend. Schon in früheren Zeiten wurden mit Weihrauch Wohnräume, Ställe und auch Krankenzimmer gereinigt.

Da man aber vielleicht nicht unbedingt möchte, dass es zuhause wie in einer Kathedrale duftet, kann dem Weihrauch auch noch Sandelholz, Patschouli, Nelke, Lavendel und vieles mehr zugegeben werden. Es gibt auch ganz tolle fertige Mischungen. Dabei solltet ihr aber unbedingt auf gute Qualität achten, denn es gibt auch günstige Mischungen mit sehr klangvollen Namen, denen leider synthetische Stoffe beigemengt sind und die haben in guten Räucherungen nichts zu suchen.

Guter Weihrauch ist auf jeden Fall seinen Preis wert, denn er wächst leider nicht überall und nicht in rauhen Mengen. Weihrauch gedeiht nur an ganz besonderen Orten und er ist extrem anspruchsvoll. Zur Ernte werden die Äste angeritzt, Harz tritt aus und nach einigen Tagen werden diese Harztränen geerntet, getrocknet und schließlich in den Verkauf gebracht.

Probiert es einfach mal aus. Zum Räuchern gibt es verschiedene Möglichkeiten…Räucherstövchen oder Räuchergefäße mit Kohle. Ich bevorzuge die sogenannten Räucherstövchen, da hier nicht extra Kohle benötigt wird und man den reinen Weihrauch-Rauch genießen kann.

In diesem Sinne genießt und entspannt!

ChriSanThemen

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