Hafer – gesund, lecker und sehr bekömmlich

Hafer ist von den geläufigen Getreiden vermutlich das mit Abstand gesündeste. Dazu ist es noch glutenarm, manche Sorten sogar glutenfrei, und dabei nährstoffreicher als alle anderen Getreidearten.

Hafer ist ein äußerst robustes Gewächs, das auch auf kargen Böden gut gedeiht. Genau diese Robustheit und Widerstandskraft scheint er, an alle die ihn verzehren, weiter zu geben. So übertrifft sein Nährstoffgehalt den anderer Getreidesorten bei weitem, und das sogar schon in kleinen Mengen.

In der Geschichte des Ackerbaus ist der Hafer das jüngste Getreide, dass von den frühen Menschen angebaut wurde. Im Gegensatz zu Weizen und Gerste, welche schon vor 10.000 Jahren angebaut wurden, begann man erst vor 3.000 Jahren mit der Züchtung von Hafer.

Davor wurde er einfach in der Natur gesammelt. Da Hafer nicht so ertragreich wie anderes Getreide ist, wird er auch heute noch wesentlich seltener angebaut. Dennoch erfreut er sich großer Beliebtheit, welche er wohl seinem feinen Geschmack zu verdanken hat.

Doch warum ist Hafer so gesund? In gerade mal 40 Gramm Haferflocken ist so viel Biotin enthalten, dass damit ungefähr ein Viertel der empfohlenen Tagesdosis gedeckt ist. Biotin sorgt für schönes Haar, feste Fingernägel und gesunde Haut. Eine optimale Versorgung mit Biotin kann zudem ein guter Schutz vor Depressionen sein.

Darüber hinaus sind Haferflocken eine hervorragende Zinkquelle. So enthalten 100 Gramm Hafer mindestens genauso viel Zink wie ein Steak.

Überhaupt wirkt sich Hafer ganz wunderbar auf das Nervensystem aus, denn er enthält viel Vitamin B6. Ein Mangel dieses Vitamins kann zu Schlafstörungen, Schwindel, Müdigkeit und neurologischen Störungen führen. Vitamin B6 ist außerdem für die Blutgesundheit unerläßlich, denn es ist an der Hämoglobinbildung beteiligt, genauso an der Produktion von Serotonin, welches sich positiv auf den Blutdruck auswirkt.

Neben dem Vitamin B6 ist auch das Vitamin B1 in besonders hohem Maße im Hafer enthalten, und zwar so viel, wie in keinem anderen Getreide. Mit nur 40 Gramm Hafer ist ca. ein Viertel des Tagesbedarf dieses Vitamins gedeckt.

Die gleiche Menge enthält überdies 2,4 Milligramm Eisen. Selbst Fleisch kann den Hafer somit kaum als Eisenquelle übertrumpfen, denn Hafer enthält ungefähr doppelt so viel Eisen wie Fleisch. Wenn man beim Verzehr darauf achtet den Hafer mit Vitamin C zu kombinieren, dann wird dieses Eisen auch annähernd so gut verwertet, wie das aus Fleisch.

Haferflocken sind ganz wunderbare Ballaststoff- und Mineralstoff-Lieferanten, hierbei sind es vor allem Magnesium, Phosphor und Zink.

In der Wissenschaft wird davon ausgegangen, dass die im Hafer enthaltenen Ballaststoffe, die sogenannten Beta-Glucane, den Stoffwechsel verbessern und sogar den Cholesterinspiegel senken können. Das im Hafer enthaltene Antioxdans, Avenanthramid, verhindert beispielsweise die Oxidation des LDL-Cholesterins, welches für Ablagerungen in Blutgefäßen verantwortlich ist und verringert somit, beim Verzehr von mindestens zwei Portionen Hafervollkornprodukten, das Risiko an Diabetes, Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erkranken um etwa 20 Prozent.

Diese Beta-Glucane verhindern außerdem einen starken Anstieg des Blutzuckerspiegels, was besonders interessant für Menschen mit Diabetes des Typ 2 ist.

Wie kann man Hafer am besten zu sich nehmen? Natürlich mit dem wohlbekannten täglichen Müsli oder Porridge zum Frühstück, mit Bratlingen, die mit Haferflocken zubereitet werden, oder mit den folgenden beiden Leckereien, die wir euch vorstellen möchten.

Toller Hafer-Frühstücksdrink:

1 reife Banane ● 2 Orangen ● 1 Tl Honig ●4 El Haferflocken ●125 g Joghurt (Kokosjoghurt) ● 200 ml Buttermilch (Pflanzenmilch)

Orangen auspressen und zusammen mit den anderen Zutaten in einen Mixer geben und pürieren…

Banane, Orangensaft, Honig, zarte Haferflocken, Joghurt und Buttermilch in einem Mixer fein pürieren. Den Drink auf zwei Gläser verteilen mit ein paar Haferflocken garnieren und genießen.

Haferflocken-Riegel mit Erdnussmus:

80 g Haferflocken ● 3 El Chiasamen oder Leinsamen ● 3 El Apfelmus ● 60 ml Agaven-Dicksaft (oder  milder Ahornsirup) ● 4 El Erdnussmus

Ofen auf 190°C vorheizen. Die Chia- oder Leinsamen mit dem Apfelmus mischen. Das Erdnussmus mit dem Agaven-Dicksaft unter Rühren erhitzen und schmelzen. Jetzt alles mit den Haferflocken mischen.
Die Masse in eine mit Backpapier ausgelegte Form geben und glatt streichen. 15 – 20 Minuten backen, bis die Haferflocken goldbraun ist. Abkühlen lassen und in Riegel schneiden.

 

ChriSanThemen

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