Natürliche Zeckenmittel

Endlich ist es wieder warm und sonnig…zumindest immer öfter. Wir genießen die Sonne, die unsere Haut wärmt, das schöne Wetter, wir sind ständig draußen, im Garten, am See, im Park, im Wald…am liebsten im Grünen. Leider lauert aber genau dort auch eine nicht zu unterschätzende Gefahr…die Zecke. Sie sieht nicht besonders spektakulär aus und ist zudem winzig klein, aber sie hat es in sich. In der Regel ist der Biss einer Zecke harmlos, er kann jedoch auch Überträger von Krankheiten wie Borreliose und FSME sein. Brandenburg, Sachsen und Bayern sind dabei die von Borreliose am stärksten betroffenen Gebiete.

Borreliose äußert sich zunächst durch die sogenannte Wanderröte, ein kreisförmiger, rötlicher Ausschlag, der sich um den Biss herum bildet. Meist gefolgt von Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, bei Kindern können sogar Lähmungserscheinungen auftreten. Dennoch ist eine Infektion leider nicht immer ganz einfach zu erkennen, da die ersten Symptome oftmals nicht sehr ausgeprägt ausfallen. Falls also der geringste Verdacht besteht sollte man zum Arzt gehen und sich daraufhin untersuchen lassen, da Borreliose im schlimmsten Fall zu einer Hirnhautentzündung führen kann.

FSME, Frühsommer Meningoenzephalitis, ist eine durch manche Zecken übertragbare Viruserkrankung. Auch hier sind die ersten Symptome leicht mit einer Sommergrippe zu verwechseln. Die Symptome erfolgen meist erst Wochen später, nachdem man gebissen wurde, weshalb oftmals kein Zusammenhang zwischen Biss und Erkrankung hergestellt wird. Bei der mildesten Form von FSME kommt es „nur“ zur Hirnhautentzündung, bei schweren Formen sogar zu einer Gehirn- und Rückenmarksentzündung. Hier ist das ganze Gehirn und die Nervenwurzeln betroffen. FSME kann zu Sprach- und Bewußtseinsstörungen führen, Lähmungen und sogar psychische Veränderungen hervorrufen. Besonders betroffen von FSME befallenen Zecken ist auch hier der Süden unseres Landes.

Bei beiden Krankheiten gilt –  herrscht auch nur der geringste Verdacht auf eine dieser Erkrankungen, unbedingt zum Arzt!

Was kann man nun also vorbeugend tun, damit es erst garnicht zu einem Zeckenbiss kommt?  Wir haben ein paar Tipps für eine natürliche Zeckenabwehr.

Zecken mögen keine ätherischen Öle. Besonders unbeliebt bei den kleinen Spinnentieren sind ätherische Öle wie Zitroneneukalyptus, Rosengeranie, Anis, Lavendel, Rosmarin, Nelke, Thymian, Myrrhe, Patchouli, Teebaum, Wacholder oder Grapefruit. In der Regel sollten ätherische Öle nicht pur verwendet werden, da diese Reaktionen auf der Haut auslösen können. Deshalb mischt sie beispielsweise in ein schönes Basisöl (z. B. Mandel- oder Jojobaöl) und füllt das Gemisch in eine Roll On-Flasche ab. Solche Flaschen gibt es beispielsweise hier zu kaufen. In eine 10 ml-Flasche gebt ihr etwa 10 Tropfen des ätherischen Öls, der Rest wird mit Basisöl aufgefüllt. In einer solchen Flasche abgefüllt könnt ihr euren Zeckenschreck immer in der Handtasche dabei haben und bei Bedarf freie Hautstellen, wie Knöchel und Handgelenke einschmieren.

Viele Hundebesitzer wissen wahrscheinlich auch um die Wirkung von Kokosöl. Es pflegt nicht nur das Fell unserer geliebten Vierbeiner, es hält auch Zecken ab sich fest zu beißen. Kokosöl wirkt natürlich auch bei uns Menschen ganz wunderbar, pflegt zudem die Haut ganz vorzüglich und duftet toll nach Sommer.

Auch den Geruch von Schwarzkümmelöl können die kleinen Biester nicht leiden. Außerdem hält man sich mit Schwarzkümmelöl auch Mücken, Motten und Flöhe vom Leib.

Wer Single ist oder es bleiben möchte, kann auch vor jedem Aufenthalt in der Natur eine Knoblauchzehe verspeisen, auch diesen Geruch können Zecken nicht leiden, aber eben die meisten Mitmenschen leider auch nicht.

Ansonsten gilt…helle Kleidung tragen, am besten langärmelig und mit Socken über der langen Hose.

Übrigens, Zecken fallen nicht wie häufig geglaubt von Bäumen auf ihre Opfer herab, sondern lauern vielmehr in hohem Gras und Büschen. am besten sucht ihr euch und eure Lieben nach jedem Aufenthalt draußen, nach Zecken ab. Falls euch eine Zecke erwischt hat, bitte nur mit geeintem Werkzeug, wie einer Zeckenzange, entfernen. Kein Öl verwenden und auch nicht mit bloßen Händen herausdrehen, das reizt die Zecke nur noch mehr von ihrem Gift abzusondern.

 

 

 

 

 

 

ChriSanThemen

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