Bretagne – mon Amour

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In unserem diesjährigen Haupturlaub waren wir diesmal in der Bretagne…sicherlich von uns aus nicht gerade das allernächste Ziel, aber ganz ehrlich, jeder der zahlreichen Kilometer, die wir zurückgelegt haben, hat sich gelohnt.

Die Bretagne war für mich immer ein Traumreiseziel. Ich liebe rauhe Küsten, Wind und wildes Meer, und nachdem wir eine tolle Doku über die Bretagne im Fernsehen gesehen haben, hatte ich nun auch meinen Mann soweit…unsere Reise sollte in die Bretagne gehen.

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Wir haben uns für zwei Standorte entschieden entschieden, an denen wir uns jeweils für eine Woche aufhalten wollten, Paimpol und St. Malo, und über Airbnb waren schnell zwei tolle Unterkünfte gefunden.

Paimpol, unser erstes Ziel, ist eine kleine Hafenstadt. Sehr nett und überschaubar. Von hier aus ist es nicht weit zur spektakulren Côte de Granit Rose, der rosa Granitküste, mit wunderschönen großen, roten, runden Felsen. Diese Küste ist absolut einmalig und unvergleichlich. Wir haben hier mehrere Spaziergänge gemacht, weil wir gar nicht genug kriegen konnten. Gutes, griffiges Schuhwerk ist Pflicht, zumindest wenn man eventuell nicht nur auf den Wegen bleiben, sondern auch etwas auf den Felsen herum klettern möchte. Überall auf den Felsen finden sich wunderschöne Plätzchen, an denen man sich niederlassen, auf’s Meer schauen und die Seele baumeln lassen kann…wenn es nicht gerade regnet…wir haten jedenfalls genug Gelegenheiten dazu.

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Wetterfeste Kleidung ist in der Bretagne ein Muss. Nicht dass das Wetter hier ständig schlecht wäre, mitnichten, nur sehr launenhaft und unentschlossen. Eben scheint noch die Sonne und innerhalb der nächsten fünf Minuten regnet es, aber auch das geht meist wieder schnell vorbei. In einem Artikel habe ich gelesen, die Bretagne kenne keine Jahreszeiten, sie macht einfach alles an einem Tag…außer Schnee. Denn die Winter hier sind recht mild, sodass sogar Palmen und Kokosnüsse hier gedeihen können.

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Genau diese Wetterumschwünge machen die Schönheit der Bretagne zu einem nicht geringen Teil aus, denn so entstehen unglaubliche Wolkenformationen und großartige Lichtspiele.

Neben der spektakulären Natur gibt es natürlich auch einiges anderes zu sehen. einen Besuch auf der Insel Bréhat sollte man auf keinen Fall verpassen. Bréhat ist eine Insel die man gut an einem Tag erkunden kann. Sie ist bekannt für ihre vielfältige Flora, hier wachsen Hortensien, Mimosen, Maulbeerbäume, Eukalyptus, Aloen, Kamelien und die Schmucklilie Agapanthus africanus. Aber auch sonst ist die sehr abwechslungsreich.

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Ebenfalls sehr zu empfehlen ist eine 2stündige Bootsfahrt zu der der Inselgruppe der Sept Îles. Hier besucht man Kormoran- und Albatroskolonien, ein sehr sehenswertes Spektakel. Am Ende der Fahrt wird wohl einer der schönsten natürlichen Häfen, in Ploumanach, angefahren.

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Auch schöne kleine verträumte Orte, Gärten und einiges mehr zu sehen…aber vorsicht! Zwischen 12 und 14 Uhr macht der Franzose eine ausgiebige Mittagspause, denn er möchte sein Essen schließlich genießen und nicht nur irgendwie satt werden. Wenn ihr also ein Schloß, einen Garten oder ähnliches besuchen wollt, solltet ihr unbedingt darauf achten.

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Unsere zweite Bleibe war in St. Malo an der Côte d’Émeraude im Nordwesten der Bretagne. St. Malo ist der bedeutendste Hafen der bretonischen Nordküste und ein wahres Schmuckstück. Zugegeben, als wir zum ersten Mal auf St. Malo zugefahren sind dachte ich…wow was für eine trutzige Stadt…mit ihrer riesigen Stadtmauer, alles in grauem Granit erbaut wirkt sie auf den ersten Blick vielleicht etwas abweisend. Allerdings als wir in den historischen Stadtkern gekommen sind war ich sofort schockverliebt. St. Malo ist lebendig, fröhlich, einladend und wunderschön. Es herrscht eine so angenehme unaufgeregte und positive Atmosphäre, dass man sich sofort willkommen fühlt. Tolle kleine Läden, Crèperien und Cafés. Und das tollste ist die Lage der Stadt. Im Meer, umgeben von einer riesigen Doppel-Schutzmauer, die man übrigens begehen kann und so einen mega Blick sowohl auf die Stadt als auch den Ozean hat. Das mit der Schutzmauer erschließt sich selbst dem ortsunkundigen Besucher sehr schnell. In St. Malo, wie eigentlich überall an der Nordküste der Bretagne, herrscht ein äußerst beeindruckender Tidenhub von 12 (!!!) Metern. Das heißt wenn Flut ist und noch etwas heftiger Wind dazu kommt, dann hüpft das Meer auch gerne mal etwas über die Schutzmauer. Bei Ebbe allerdings hat man wunderschönen Traumstrand, der zu ausgiebigen Spaziergängen einlädt.

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Der Name der Küste in diesem Bereich, Côte d’Émeraude (Smaragd-Küste), leitet sich von der wunderschönen türkisgrünen Farbe des Meeres hier ab.

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Auch in der Gegend um St. Malo gibt es natürlich einiges zu sehen. Beispielsweise das traumschöne Städtchen Dinan mit seinen vielen Fachwerkhäusern. Ebenfalls einen Besuch wert ist das Austern-Mekka Cancale. Bei Ebbe können hier die zahlreichen Austernfelder bewundert werden. Die Austern werden ständig frisch geerntet und anschließend an die zahlreichen Restaurants verteilt oder direkt am Strand zum sofortigen Verzehr verkauft…frischer geht es nicht.

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Ein absolutes Highlight, und deswegen von zahlreichen Touristen besucht, ist Mont St. Michel, eine der wohl bekanntesten Klosteranlagen. Die Anlage liegt auf einer felsigen Insel mitten im Wattenmeer. Mont St. Michel liegt in der Normandie an der bretonischen Grenze. Trotz der unglaublich vielen Menschen hier kann man dennoch die Magie dieses Ortes spüren. Hier ist mit größter Kraftanstrengung etwas ganz Großartiges geschaffen worden. Schon im Jahre 1022 wurde auf der Insel mit dem Bau des Klosters begonnen. Auch heute leben hier noch Nonnen und Mönche des Ordens der Gemeinschaften von Jerusalem.

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Neben diesen absoluten Highlights gibt es natürlich noch viele andere schöne Dinge…herrlich entspannend sind dabei ausgiebige Strandspaziergänge an einem der zahlreichen Traumstrände.

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Die Bretagne ist sicher nicht geeignet für absolute Sonnenanbeter, die gerne stundenlang am Strand in der Sonne braten, für alle die rauhe, etwas wildere Natur lieben und dabei auch Kulturelles schätzen, ist die Bretagne das perfekte Reiseziel. Touristisch gesehen geht es in der Bretagne wesentlich ruhiger als beispielsweise in der Provence oder an der Côte Azur zu. Bretagne ist eher etwas für Individualisten. Im Sommer reisen hauptsächlich Franzosen hierher. Es gibt keinen touristischen Nepp, was ich als äußerst angenehm empfunden habe. In der Bretagne ist alles etwas ruhiger, gelassener und leiser.

Für uns steht jedenfalls fest, dass wir unbedingt nochmal in die Bretagne reisen müssen…es gibt noch soooo viel zu entdecken…

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ChriSanThemen

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