Baden in türkisen Bergseen, Wasser- und Kulinarikwandern in Flims

Am Wochenende haben wir mal etwas ganz Neues und Ungewohntes für uns ausprobiert: eine Wander- und Kulinarikreise in die Schweiz, nach Flims.

Genauer gesagt: wir durften schon am Donnerstag zu unseren Gastgebern, dem 4 Sterne superior Hotel Adula anreisen. Es gehört zu den führenden Hotels der Schweiz und kümmert sich seit über 125 Jahren um das Wohlergehen seiner Gäste.

Das Hotel liegt zentral und ruhig im Ortsteil Waldhaus von Flims – ca. 3 Autostd. von München entfernt im Schweizer Kanton Graubünden – und wird liebevoll geführt von Beatrice und Olaf Reinhardt. Ihr Motto ist „Zeit für das Echte“ – und diese Philosophie nehmen sie wirklich ernst: mit Leidenschaft und Engagement tun sie alles, um ihren Gästen (in diesem Fall uns!!) eine schöne Zeit zu schenken!

Echt – steht bei ihnen für rein, wie die Flimser Bergluft, für authentisch, wie das duftende Arvenholz in den neuen Zimmern, für natürlich, wie das Wellnessangebot mit hausgemachten Kräuter-Essenzen und ausserdem noch für original, wie die Kunst im Hotel und seine echt 300-Jahre alten Holzdecken. Die Zimmer sind modern und sehr hochwertig, aber mit traditionellen Merkmalen und Materialien aus der Gegend eingerichtet und vermitteln Gemütlichkeit und Individualität.

Das riesige Wellness- und Wohlfühlangebot bietet auf 1200m² eine wunderbare Kombi aus Wasser, Sauna, Bewegung, Ruhe und Beauty. Geführt wird dieser Bereich von der Power- und Kräuterfrau Camilla Binninger, die mit ihrem Wissen um Kräuter, Essig und Öle ihre „Zeit für das Echte“ auf diese Weise lebt.

Foto. Christoph Kaminski via Pressegroup

Auch kulinarisch bleiben keine Wünsche offen: angeboten werden schweizerische Spezialitäten genauso wie internationale Küche, Vegetarisches und Vitalgerichte. Gekocht wird, wenn möglich, mit regionalen Produkten in hochwertigster Qualität und ausschließlich frischen Zutaten.

Winzerverkostungen und „Wine and Dine“ Veranstaltungen gehören einfach zum Programm, oftmals mit Weinen aus den lokalen Anbaugebieten der Umgebung.

Unser Sommer-Gefühl im Hotel Adula begann mit einer herzlichen Begrüßung und einem Aperó im Panorama-Garten des Hotels – dem La Mira – gefolgt von einem 3-Gänge Bündner Spezialitäten Menu: eine Bündner Gerstensuppe, hausgemachte Capuns (Krautwickel mit Teigfüllung) mit Heusauce und Bündnerfleischstreifen und als Abschluss eine „Variation von der Nusstorte“. Man sieht, eigentlich sehr einfache – aber der Bergregion geschuldet – gehaltvolle lokale Gerichte, sehr fein zubereitet und perfekt angerichtet.

Freitag

Am Freitag stand der Kulinarik-Trail „Wald und Wasser“ auf dem Programm, der mit einem leckeren Spinat-Bananen-Smoothie im Hotel Garten startete.

Dann wurde durch den Ort nach oben losgewandert und schon nach weniger als 15 min. führte uns der Weg in die Aktienbrauerei Flims Waldhaus, wo Bier und Weißwürste serviert wurden. Nach unserem reichhaltigem Frühstück mussten wir leider passen – die Wanderung so zu starten war nicht ganz optimal.

Nach kurzem Abstieg über Wald- und Wiesenwege führte der Kulinariktrail am Ufer des türkisgrünen Caumasee‘ um den See. Die grösste Überwindung auf diesem Abschnitt bestand darin, bei 28 Grad Außentemperatur, nicht in diesen tollen See zu hüpfen. Alleine die Tatsache das wir noch einen langen Weg vor uns hatten, ließ uns tapfer weiterwandern.

Weiter auf schattigen Waldwegen (schaut auch auf die Alternativroute am Bewässerungsbach durch natürliche Kräuterwiesen!) entlang zu unserem nächsten Ziel, dem am Rande der Rheinschlucht gelegenen Restaurant Conn.

Im Conn erwartete uns unser Mittagessen – super leckeren hausgemachten Birnen- oder Ricottaravioli – begleitet einem ganz hervorragendem, kühlen Weißwein. Das Ausflugslokal ist von Jung und Alt, Wanderern und Ausflüglern gut besucht und lädt nach dem Essen ein, auf den zum Lokal gehören Holzliegen die Aussicht zu genießen – oder ein kleines Mittagsschläfchen zu halten. Wir mussten nach dem opulentem Mahl leider darauf verzichten und unseren Weg schweren Fusses fortsetzten.

Kurz nach dem Lokal gelangt man zur Aussichtplattform über die Rheinschlucht, mit ihren bizarren Kreide-Gesteinsformationen. Der Nervenkitzel auf der freitragenden Aussichtsplattform über die Schlucht zu „hängen“ erweckte unsere Lebensgeister aufs Neue und ließ uns den weiteren, schattigen Weg geniessen.

Man kann fast überall auf dem Weg seine Wasserflasche an Brunnen füllen und sich erfrischen – das Wasser schön kühl, frisch und einwandfrei trinkbar.

Äußerst faszinierend ist die Fauna und Flora, die einem in ihrer Vielfältigkeit immer wieder auf neue begeistert. Direkt am Weg und noch mehr etwas abseits der Hauptwege findet man eine ungewohnte Vielfalt an Kräutern, Pflanzen und Tieren (z.B. Blindschleichen, Insekten …).

Unsere nächste Etappe – für’s Dessert – führte am ebenso türkisgrünen Crestasee entlang zum „Freibad“ und dann zum Gasthaus Crestasee. Der See ist wunderschön gelegen, leider darf man hier nur gegen eine Gebühr von SF7 baden. Das fühlte sich für uns irgendwie befremdlich an.

Hier gab es Eis, Kuchen oder Käse. Das Lokal konnte uns trotz schönem Ambiente und Ausblick nicht wirklich begeistern, das lag auch an der Tatsache das einige aus unsere Gruppe für einen Liter Leitungswasser 6 Franken bezahlten.

Für unseren weiteren Weg standen uns noch 200 Höhenmeter bevor, auf einer 3 km langem Strecke. Das ganze Geschlemme machte sich nun durch schwere Füße und Müdigkeit bemerkbar und so waren wir froh, als wir nach insgesamt 7 Stunden und 13,5 Km Weg, gegen 18 Uhr wieder im Hotel einliefen.

Die im Garten angebotene Weinberggymnastik – Elemente aus Qi-Gong und Bewegungen aus der Arbeit des Winzers im Jahrekreislauf – lies bei so manchem die gestressten Muskeln wieder entspannen. Wir hingegen liessen unsere müden Glieder lieber nach einer Runde im Pool, im Solebecken durchsprudeln.

Noch kurz aufgehübscht und schon ging es weiter zur Weinverkostung der Winzerei Obrecht. Franziska Obrecht selbst stellte ihre außergewöhnlichen und biodynamisch produzierten Weine sehr sympathisch vor. Sie waren auch unsere Begleitung zum anschließendem festlichem Dinner, das keine Wünsche offen lies. Gewählt werden konnte zwischen vegetarisch, Fleisch oder Fisch mit Salatbuffet und leckerster Nachspeise.

Unsere Gastgeber saßen mit uns am Tisch und die persönlichen und sehr netten Gespräche gaben dem Abend einen sehr familiären Wohlfühl Touch. Der Abend fand auch nur deshalb vor Mitternacht ein Ende, weil alle durch die Hitze und die lange Wanderung müde waren.

Samstag

Am nächsten Morgen konnten wir fein frühstücken und uns dann auf den Flimser Wasserweg – der Trutg dil Flem freuen.

Nachdem Frühstück ging es zu Fuß direkt vom Hotel aus zur 10 min entfernten Seilbahn, die uns von 1100m auf 1842 m brachte – zusammen mit vielen Mountain Bikern bzw. Downhillern.

Die wunderschöne Natur und die mächtigen Berge machen einen immer demütig und glücklich zugleich. Man kann sich hier nicht genug satt sehen an der Artenvielfalt der Pflanzen und Heilkräuter.

Von der Bergstation aus querten wir den Hang zum Bach hinüber, dort teilten sich unsere Wege: die Trittsicheren stiegen schon hier in den Wasserweg ein, die anderen nahmen den einfacheren Feldweg bis zur Usteria Stargels.

Der Hotelchef führte uns an diesem Tag höchstpersönlich auf der Wanderung und leitete uns – vorbildlich um unser Wohlergehen besorgt – zur Usteria. Diese Hütte ist nicht wirklich eine „Berghütte“, sondern eher ein Gourmetlokal in den Bergen, trotzdem hat sie alle gemütlichen Attribute – offenes Feuer, Holzverkleidung etc.

Das Team um Ueli Grand bewirtete uns mit feinen Ravioli wieder mit leckerem, kühlen Weisswein begleitet.

          

Danach stiegen wir wieder in den Wasserweg ein und ließen uns von den kühn angelegten Brücken über die Schluchten und Wasserfälle führen. Der Weg durch die Schlucht ist durch die sorgfältig gepflegten Wege auch für weniger geübte Wanderer gut zu gehen – und das alles sehr nahe am spektakulär aus dem Felsen gespülten Flussbett. Obwohl wir schon seit langem nicht mehr gewandert sind, lief es sich deshalb sehr gut.

Bei der Ankunft im Hotel wurden wir mit einem kühlen Trester-Wadenwickel und einem leckerem Aperó im Garten in Empfang genommen. Einfach nur genial!

Abends gab es ein Barbecue im La Mira Garten des Hotels. Die Atmosphäre war ungezwungen und lustig. Obwohl das Hotel sehr schick ist, kann man sich überall einfach „echt“ und ungezwungen fühlen.

          

Sonntag

Am Abreisetag hätte man noch eine Partie Golf spielen können, denn auch hierfür ist das Hotel bekannt. Da wir aber beide kein Golf spielen, hatten uns vor genommen dafür einmal in den Caumasee zu springen, aber es regnete in Strömen und so wurde uns der Abschied leichter gemacht.

Von Flims auf 1100m Seehöhe ging es dann herunter ins Rheintal und mit Tempomat 130 „ordentlich“ durch die Schweiz zurück nach Hause.

Wir nehmen ganz viele tolle Momente mit nach Hause und können allen, die Natur, Berge, Wellness, Golf und Biken lieben, das Hotel und natürlich besonders das freundliche Personal zusammen mit den Gastgebern wärmstens empfehlen.

 

 

 

Wir danken dem 4 Sterne superior Hotel Adula  für die Einladung nach Flims, für seine herausragende Gastfreundschaft, das tolle Essen und die vielen neuen Eindrücke! Es war uns eine Freude und wir kommen gerne wieder! Dieser Beitrag entstand ohne jegliche Einflussnahme des Kooperationspartners.

 

 

 

 

 

 

ChriSanThemen

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